Soundtrip 26:
Pfeil-180
zurück - Soundtrip39 - Soundtrip38 - Soundtrip37 - Soundtrip36 - Soundtrip35 - Soundtrip34 - Soundtrip33 - Soundtrip31 - Soundtrip30 - Soundtrip28 - Soundtrip26 - Soundtrip25 - Soundtrip24 - Soundtrip22 - Soundtrip21 - Soundtrip19 - Soundtrip18 - Soundtrip17 - Soundtrip14 - Soundtrip12
Freitag 6. November 2015

TJONG POW (NL/IL)

Laurens van der Wee (Amsterdam), No Input Mixer
Eliad Wagner (Amsterdam), Modular Synthesizer

sowie

Georg Wissel (Köln), (präpariertes) Altsaxophon
Philippe Micol (Duisburg), Sopransaxophon und Bassklarinette


20h Kopierfabrik, Bismarkstr. 115, 47057 Duisburg
Laurens_van_der_Wee_skal_100dpi.jpg Georg_Wissel_119139Detail_skal_100.jpg Micol_Saeule64_Detail_skal_100dpi.jpg Eliad_Wagner_skal_100dpi.jpg
Tjong Pow führt den Hörer durch mit Feedback induzierte Tagträume und schafft mit Hilfe ihres elektronisch vernetzten Hybrid-Instrumentes eine Collage freier elektronischer Musik-Events: bizarr und sehr fesselnd. Durch die Verwendung von Bausteinen und Techniken der improvisierten Musik und mit Anleihen aus der Klangwelt und den Prinzipien der "musique Concrète" baut Tjong Pow Brücken zwischen menschlicher Körperlichkeit und mechanischem Verhalten. Das Ergebnis ist ein Amalgam aus Klangereignissen, die durch die Aktionen der beiden Künstler auf der Bühne in Form gebracht werden. Alle Musik ist komplett improvisiert, ohne vorherige Planung oder Komposition, anders als unsere persönlichen Fähigkeiten, Erfahrungen, Vorlieben und Freundschaften.

Laurens van der Wee über sich: "Ich befinde mich in einer andauernden Hassliebe mit der Technik. Dieser Kampf ist die Quelle all meiner Projekte und Bemühungen seit 2007. Mit dem Galm Quartet und verschiedenen anderen Projekten führe ich improvisierte Musik auf. Tjong Pow ist improvisierte elektronische Musik mit vernetzten Systemen. Zoodio war ein großes Installationsprojekt zusammen mit Roel van Doorn, das unsere gemeinsame ambivalente Haltung gegenüber Technologie widerspiegelte. Meine eigenen Arbeiten wurden veröffentlicht auf: Must Die (UK), Wachsender Prozess (DE), eine andere Form Records (CH) und im Computer Music Journal. Performances fanden in ganz Europa und in Kanada und Hong Kong statt."

Eliad Wagner über sich: "Ich bin Klangkünstler, Komponist und Interpret elektronischer Musik. Ich wurde 1979 in Israel geboren und lebe und arbeite z. Z. in Berlin. Zur Zeit beschäftige ich mich mit Freier Improvisation innerhalb Elektronischer Musik, meist mit modularem Synthesizer und Feedback-Systemen, und komponiere für verschiedene Medien, halte Vorträge in Schulen und gebe Workshops in ganz Europa.
Ich habe Aufnahmen für Metropolis Records (US), c.sides (DE / IL), muss sterben (UK), Wachsender Prozess (DE) und Beton Kunststoff (UK) und für mein eigenes Label ±G6PD gemacht, ebenso Aufzeichnungen und Präsentationen für Computer-Music Journal, Haus der Kulturen der Welt (Berlin), Rotterdam international Film Festival, Shoot Me Filmfestival (Den Haag), Guggenheim New York - "youtube play", WORM (Rotterdam), Unheard Film Festival (Amsterdam), Binyanei Ha´Uma (Jerusalem), Shift-Festival (Basel), Inter/Arts Center (Malmö), DIEM Royal Academy of Music (Aarhus), Netzwerk-Musikfestival (Birmingham) und vieles mehr."

Georg Wissel verbrachte seine Kinder- und Jugendzeit in Wanne-Eickel, wo ihn die damalige Musikszene prägte. Als Saxophonist sammelte er Erfahrungen in den unterschiedlichen Musikrichtungen von Punk über Jazz bis hin zu Auftritten auf Galas. Im Bereich der frei improvisierten Musik arbeitete er mit Barry Guys London Improvisers' Orchestra, Pöhl-Musik, den Adam Noidlt Missiles von Frank Köllges und dem Wuppertaler Improvisations-Orchester. Er unterhält Duos mit Paul Lytton, Joker Nies, sowie Tim O'Dwyer. Weiterhin spielte er mit Gunda Gottschalk, Lou Grassi, Carl Ludwig Hübsch, Paul Hubweber, Achim Krämer, Misha Mengelberg, Melvyn Poore und Alan Silva. Daneben konzertiert er auch mit Nicolao Valiensis Banda Metafisica, Nicolas Simion, Norbert Steins "Pata on the Cadillac" und dem Multiple Joy(ce) Orchestra. Er trat auf Festivals in Europa und Nahen Osten auf.

Philippe Micol kommt aus der Schweiz und lebt seit vielen Jahren in Duisburg. Über eine klassische Ausbildung, die Beschäftigung mit Neuer und Experimenteller Musik sowie mit neuen Tendenzen im Jazz kam er zur Improvisierten Musik. 1982 initiierte er die Werkstatt für Improvisierte Musik in Bern. Er ist Klarinettist, Saxophonist, Interpret, Komponist und Improvisator. Internationale Konzerttätigkeit, Rundfunkproduktionen, interdisziplinäre Arbeiten, Aufenthalte in Berlin und New York City, Elektronische Musik. Aktuell mit Claus van Bebber, Urs Peter Schneider, dem Troja-Quartett und dem Duo Trojasprossen unterwegs.
Pfeil nach oben