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Samstag 30. September 2017



sowie

Gunda Gottschalk (Wuppertal) Violine
Dusica Cajlan-Wissel (Köln), Klavier


20h im Lokal Harmonie, Harmoniestrasse 41, 47119 Duisburg-Ruhrort, Einlass 19h30
Gratkowski_Tramontana_aend_skal.jpg Gunda+Dusica_Lachen_aend_skal.jpg
Was Sebastiano Tramontana und Frank Gratkowski spielen, lässt sich am besten mit dem Begriff "Instant Songs" beschreiben. Einige Nummern haben schöne Melodien, andere beinhalten die Stimmen der Spieler oder benützen ausgefallene Techniken wie Multiphonics und Noise. Einige sind sehr romantisch, andere sehr abstrakt.


Frank Gratkowski stammt aus Hamburg, Saxophonunterricht an der Hamburger Musikhochschule und ab 1985 Studium an der Musikhochschule Köln bei Heiner Wiberny, 1990 Konzertexamen. Weitere Studien folgten u. a. bei Charlie Mariano, Sal Nistico und Steve Lacy. Zusammenarbeit mit Klaus König und dem Grubenklangorchester, erste Solo-Programme, 1991 CD "Artikulationen", mit dem Pianisten Georg Gräwe, dem Schlagzeuger Paul Lovens, dem Pianisten Achim Kaufmann. Mitglied des Ensemble Zeitkratzer. Haupteinflüsse für sein Spiel sind Steve Lacy, Evan Parker und Anthony Braxton. In seinen Solo-Auftritten und in kleinen Besetzungen fällt die Reinheit seines Tones auf. Gleichzeitig ist Gratkowski aber auch ein talentierter Klangforscher, dem die Erweiterung des Klang-Arsenals seiner Klarinetten und Saxophone sehr wichtig ist.


Nach Gitarre und Sopransaxophon wurde 1982 die Posaune Sebastiano Tramontanas Hauptinstrument. Die Begegnung mit Giancarlo Schiaffini bewog ihn dazu, nach Rom zu ziehen und am A. Casella Conservatorio in L’Aquila zu studieren. 1992 erste Solo-Auftritte in Rom, Gastspiele in Zürich, Köln und Göttingen. Mitwirkung an Georg Gräwes Projekt Two Nights Of Random Acoustics in Köln 1994. 1999 Aufenthalt in den Vereinigten Staaten mit Unterstützung der Stadt München. Er trat in Chicago auf dem Empty Bottle Festival auf und in New York und San Francisco. Plattenaufnahmen mit Jim Baker, Fred Lonberg-Holm u. a.. 1999 bis 2002 künstlerischer Leiter des Münchner Festivals Come Sunday; Quartett XAXA mit Phil Wachsmann, Mats Gustafsson und Paul Lovens. 2003 Banlieues Bleues Festival bei Paris mit Joëlle Léandres European Quartett mit Carlos Zingaro, Paul Lovens und als Gast Irène Schweizer auf. Posaunen Trio mit Vinko Globokar und Hannes Bauer.


Durch ihre ähnliche musikalische Herkunft bringen Dusica Cajlan-Wissel und Gunda Gottschalk ein starkes Gefühl für kammermusikalische Formen und musikalische Strukturen mit ins Spiel. Das musikalische "Jetzt" zu formulieren, ist die Essenz ihrer Arbeit. Die beiden Musikerinnen entdecken gemeinsam Abwege, Umwege, Seitenwege hinter ihrer klassischen Ausbildung und Besetzung. Es entsteht eine phantasievolle Musik mit einem eigenartigen Lyrizismus.
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