TROJA-Quartett
Pfeil-180
Friedhelm Pottel, e-Gitarre
Philippe Micol, Sopran- und Tenorsaxophon
Guido Bleckmann, E-bass
Christopher Hafer, Schlagzeug

Troja4tett-UDU-60a-aend.jpg
Bild: Ernst Luk
Die Musiker des Troja-Quartetts lernten sich im Duisburger Club Djäzz kennen. Dass sie sich musikalisch (und auch sonst) einiges zu sagen hätten, wurde schnell klar. So spielten sie sich fortan in vielen Jamsessions durch verschiedenste Stücke, Stile und Stimmungen und lockten sich gegenseitig immer wieder zu Streifzügen durch ihre musikalischen Welten. Guido Bleckmann erzeugt mit den wechselnden Schlagzeugern wahre rhythmische Feinmechanik und mit Philippe Micol und Friedhelm Pottel treffen sich zwei Freigeister mit erhöhtem Improvisationsbedarf. Freude an der Improvisation, Mut zum Risiko und der gegenseitige Respekt vor den Erfahrungen der Spieler schaffen Raum für eine jazzbasierte Musik, die alles andere als glattgeschliffen und vorhersehbar ist. Das Repertoire umfasst inzwischen vor allem Stücke von Friehelm Pottel und Guido Bleckmann sowie Themen von Archie Shepp, Ornette Coleman oder John Coltrane. Die Musik des Quartetts steht in der "Tradition des Aufbegehrens" und lebt durch und durch für den Augenblick.

Troja4tett-UDU-58a-aend.jpg
Bild: Ernst Luk
Friedhelm Pottel

begann als Teenager Elektrische Gitarre zu spielen, trotz des Musikunterrichts in der Schule! Dort lernte er zwar Noten lesen, empfand den üblichen Umgang mit Musik jedoch zum Abgewöhnen. In jener Zeit, Anfang bis Mitte der 70er Jahre, war die Musikszene für kurze Zeit prall gefüllt. Beeindruckt von den Improvisationen von Bands wie Jimmy Hendrix, Cream oder Ten Years After, lernte er zunächst Blues zu spielen. Erste Auftritte folgten. Bald ergaben sich Möglichkeiten, mit US- Bluesgrößen zu spielen, darunter Musiker wie Lurry Bell, Carey Bell oder Katie Webster. Clubs, Kneipen, Festivals. Die Essenz jener Zeit fasst Pottel so zusammen: "Die Bluestypen hatten nie eine Setlist, klärten die Tonarten nicht und erst recht gab es keine Proben. Alles musste auf Anhieb stehen, auch wenn ein Radiosender alles aufnahm. Wir mussten einfach zuhören und loslegen! Das alles war musikalisch extrem gefährlich, aber auch sehr prickelnd. Eine wichtige Schule, um Musik aus dem Moment schöpfen zu können."

Pottel suchte später andere Vulkane zum Tanzen: es folgte die Hinwendung zu Stilen, wie Jazz und Funk (u.a. mit Ecole du Funk) oder die Mitwirkung auf den Produktionen befreundeter Musiker. Dabei steht immer die Improvisation und die Interaktion mit anderen Musikern, aber auch dem akustischen Umfeld im Focus seines Interesses. P. bezieht neben vielfältigen Spieltechniken aus Jazz (u.a. Tonmaterial, Clusterchords) und Blues (Bendings, Slides), die er ohne Genregrenzen vermischt auch die Bandbreite der elektrischen Verstärkung subtil ins Spiel ein.

Als rastloser Geist zog er sich wiederholt aus der Szene zurück, nutzte diese Phasen jedoch stets zur musikalischen Weiterentwicklung.

"Wer wenig plant, macht wenig Fehler, aber vieles möglich"...

Guido Bleckmann

war in den 90er Jahren als Bassist überwiegend in orientalischen und afrikanischen Gruppen tätig. Tourneen führten ihn durch ganz Europa. 1993 unternahm er durch den Kontakt mit der westafrikanischen Band Adesa eine Studienreise nach Ghana. Mit Adesa produzierte er die CD Blemahe, an der er als Komponist, Arrangeur und Produzent beteiligt war. 2003 folgte als erste Produktion im eigenen Tonstudio das von der Presse hochgelobte Album der eigenen Band Dùmbra. 2008 folgten die zweite Dùmbra-CD und ein Auftritt beim Duisburger Traumzeitfestival. Zur Zeit ist er als Musiker in diversen Jazz- und Pop-Bands tätig. (z.B."Trio Vanguard", "PAgT", Policeman's Sting) Außerdem arbeitet er als Dozent für Gitarre und Bass sowie als Komponist/Produzent.


50a_filtered-skal.jpg 46a_filtered-skal.jpg 51a-skal.jpg
Bilder: Ernst Luk
Pfeil nach oben