Duo Urs Peter Schneider und Philippe Micol
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Philippe Micol und Urs Peter Schneider spielen seit den achziger Jahren zusammen. Sie haben seither zusammen eine Fülle von Projekten verwirklicht, sowohl als Duo als auch innerhalb grösserer Ensembles und mit KünstlerInnen aus anderen Disziplinen.
Ein Schwerpunkt ihrer Zusammenarbeit widmet sich den Zonen zwischen improvisierter und komponierter Musik. Sie gewannen in der Schweiz den Wettbewerb "Musik in Grenzbereichen" des Schweizer Migros-Genossenschaftsbundes.
Beide sind neben ihres Engagements für neue musikalische Wege sehr tief mit der Tradition verbunden und entwickeln daraus Projekte mit Werken aus dem traditionellen Kammermusik-Repertoire, denen sie zeitgenössische Werke entgegensetzen.

Ihr nächstes Projekt für die Jahre 2016 und 2017 ist ein Konzertprogramm mit Werken für Klarinette und Klavier von Schumann und Schneider.


Ihren bisherigen Projekte in der jüngsten Zeit waren:


"ICH, ICH UND ICH"

Performance mit Marion Leyh, Urs Peter Schneider und Philippe Micol

Duisburg 2015

Auftakt im Rahmenprogramm der Klang/Video-Installation "HEIMAT:HERZSTÜCK" von Ruth Bamberg, veranstaltet vom Kreativquartier Ruhrort und den Duisburger Akzenten 2015

Umgeben von Ruth Bambergs grossen Medien-Fenstern, in denen wir eins mit den Blick aus dem Inneren einer Reihe von Menschen werden, finden in der über eine Stunde kurzen Performance von Marion Leyh, Urs Peter Schneider und Philippe Micol Äusserungen von Spuren dreier Ich's statt, wie sie über Jahrzehnte der Suche und hingebungsvoller Arbeit und Bei-Sich-Seins Gestalt angenommen haben. Philippe Micol spielt siebzig Minuten frei und unbeeinflusst auf seinen Blasinstrumenten, Schneider rezitiert aus seinem umfangreichen "Ichbuch", das Notate aus den Jahren 1960 bis 2015 vereint. Marion Leyh performt sieben Interventionen in Auseinandersetzung mit dem Überthema Heimat.
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Photo: Peter Jacques
MUSIK VON URS PETER SCHNEIDER

Krefeld und Duisburg 2014

Drei Werke für Klarinette und Klavier:

NOTENTEXT (1960-62), besteht aus drei lyrischen, äusserst zurückgenommenen Stücklein und einem vierten in Form einer Stille; ein wenig Rilke hat hineingewirkt.

FINDLINGE (2008), sind Übersetzungen von graphischen Vorlagen, quasi klingende Abbildungen; solche Vorlagen sammle ich seit Jahrzehnten, ohne zu wissen, was damit bewirkt werden könnte.

NACHVOLLZUG (2011), ist eine dreiteilige und sehr ambitionierte Komposition mit komplex überlagerten Zyklen für verschiedene Klarinetten und Klavier; diese zu hören verlangt ein wenig Geduld.

Vor über 50 Jahren bei Anton Webern anknüpfend, stellt der Komponist Schneider die Kürze, die Fasslichkeit, die innere Beziehungsfülle ins Zentrum seines Schaffens, dem ein sprühender Einfallsreichtum innewohnt und in dem eine Vielfalt von strukturierenden Verfahren ein komplexes Zusammenspiel von Symmetrien und Polaritäten vollziehen.
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"ICH UND ICH"

Biel und Krefeld 2012

Micol spielt 70 Minuten frei und unbeeinflusst, sein "Ich" definierend, Schneider rezitiert aus seinem umfangreichen "Ichbuch", das Notate aus den Jahren 1960 bis 1999 vereint, die letzten 350 Sätze.


"AUF EIGENEN WEGEN"

Spiez 2011

Ein Konzertprogramm zur Umsetzung von Malerei in Klang, eine fast unlösbare Aufgabe, die Einiges an Einsichten in die Beziehung und Nicht-Beziehung zwischen den beiden Medien an den Tag förderte, mit an acht Bildern angewendeten, achtmal verschiedene Herangehensweisen.


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