Ensemble Neue Horizonte Bern
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Aktuell:


März-April 2018: 50 JAHRE ENSEMBLE NEUE HORIZONTE BERN

1968 gegründet feiert das Ensemble Neue Horizonte Bern 2018 den 50. Geburtstag. Gleich von Beginn an setzte das ENHB im Betrieb der Neuen Musik Massstäbe. Das "Format" des Konzertes wurde ständig hinterfragt und neu belebt, unzählige damals noch unbekannte Komponistinnen und Komponisten wurden entdeckt und aufgeführt. Bei allem Neuen zeichnet sich das Ensemble Neue Horizonte Bern durch eine beispiellose Kontinuität der Besetzung aus, sind doch fünf Mitglieder der Gründungszeit noch heute im Ensemble aktiv. Das Projekt "50 Jahre ENHB" besteht aus vier einstündigen, autonomen, je thematisch ausgerichteten Konzertmodulen. Das Ensemble blickt zurück, konfrontiert bewährte Stücke mit vier Uraufführungen und wagt den Ausblick in die Zukunft.
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Sonderausstellung vom 29.2. bis 9.4.2016

Eröffnung am 28.2. 11:00 Uhr
Museums der Deutschen Binnenschifffahrt, Duisburg, Apostelstr. 84, 47119 Duisburg
Musikalischer Auftakt: Ensemble Neue Horizonte Bern

Konzert mit dem Ensemble Neue Horizonte Bern, Ltg. Urs Peter Schneider

Sonntag 28.2.2016 um 17:00 Uhr
Museums der Deutschen Binnenschifffahrt, Duisburg, Apostelstr. 84, 47119 Duisburg


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Eine Kooperation des Museums der Deutschen Binnenschifffahrt, der Paul Schatz Stiftung Basel, der Paul Schatz Gesellschaft Stuttgart , der Ophardt-Maritim, dem Technikzentrum Duisburg der ThyssenKrupp Steel Europe AG und dem "Ensemble Neue Horizonte Bern". An den Schnittstellen kreativ verknüpft von der Künstlerin Ruth Bamberg.

Ein Gemeinschaftsprojekt für die 37. Duisburger Akzente 2016

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Der grösste Binnenhafen Europas feiert dieses Jahr seinen dreihundertsten Geburtstag, ein Anlass für das Schweizer "Ensemble Neue Horizonte Bern", eines seiner "Komponierten Programme" vorzustellen. In solchen von Urs Peter Schneider und Pierre Mariétan schon in den sechziger Jahren entwickelten Konzertereignissen kommentieren und relativieren sich die Werke gegenseitig, stellen sich eventuell unter ein Thema (hier "Im Fluss") und gestatten den Zuhörenden vielerlei Herangehensweisen, selbstverständlich auch ironische und humorige. Nach ortsbezogenen und inhaltlichen Abklärungen wurde ein etwa 75-minütiges Ganzes konzipiert, das sich den Themen Hafen-Wasser-Fluss-Bach-Schiff- Schleuse-Strömung-Handelsumschlag-Schwäne-Rhein-Donau-Moldau und weiteren, direkt oder in Anspielungen, widmet. Dabei kommen formal und zeitlich auch die Erkenntnisse und Erfindungen des Paul Schatz und seines umstülpbaren Würfels zum Tragen, eine vorerst abstrakte geometrische Thematik, die sich in der Arbeit als inspirierend und reichhaltig erweisen sollte. Es wurden von Ensemblemitgliedern extra Stücke vorgesehen und mit konzeptuellen Werken zu einem 13-teiligen Ganzen gefügt. Wir freuen uns auf ein Konzert für offene Ohren!

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Die Gründung fällt ins bedeutsame Jahr 1968 und vereinigte schon 1969 fünf der noch heute tätigen Mitglieder. Das Ensemble hat Hunderte von Konzerten, Radioaufnahmen, Konfrontationen des Publikums mit jeweils Neuer Musik realisiert, wobei alle möglichen Konzertformen bis hin zur Auflösung des Rituals erprobt wurden. Das Repertoire, vorerst auf bernischen Nachholbedarf ausgerichtet, erweiterte sich im Lauf der Jahre und enthält nun eine überwiegende Anzahl von Stücken, die von anderen Ensembles nicht gespielt werden können oder wollen. Viele Werke wurden eigens für das Ensemble geschrieben, von ihm uraufgeführt und in weiteren Zusammenhängen verwendet, neben internationalen vor allem schweizerische und amerikanische. Zahllose Konzerte in ganz Europa und den USA, an wichtigen Festivals, aber immer auch in Nischen, an der Basis, für konzentriert Hinhörende. 1978 erhielt es eine Jubiläumsgabe des Kantons Bern, vertrat 1979 die Schweiz am Weltmusikfest in Athen mit einem Programm aus sämtlichen Kantonen, realisierte 1978 eine Doppel-LP mit Intimer Musik und 2002 eine Doppel-CD mit Historischen Aufnahmen.

Bekannt sind die MusikerInnen des Ensembles, vielfach mit Preisen geehrt und alle auch pädagogisch tätig, durch sogenannte Komponierte Programme, die sich dann auch im regulären Konzertbetrieb bewährten, absichtsvolle, intelligente, hintergründige Folgen von sich gegenseitig und teilweise sich selber kommentierenden Stücken. Ab 1987 gab das Ensemble einen vierjährigen Zyklus mit Vorserieller, Serieller, Nachserieller Musik aus den vier Himmelsrichtungen zu hören, und anschliessend gestaltete es alle zwei Jahre ein intermediäres, mehrtägiges Festival in der Dampfzentrale Bern. Seit den Gründerjahren kompetent in Multimedia, Performance, Musiktheater und in der Arbeit mit KünstlerInnen anderer Sparten, finden wir es an der Documenta Kassel 1992 zusammen mit Black Market International an einem Empedokles-Spektakel.

Alle Mitglieder des seit einigen Jahren neunköpfigen Ensembles spielen neben ihren Hauptinstrumenten auch zahllose exotische, primitive, experimentelle oder sonstwie randständige Instrumente, singen und sprechen und agieren schamlos oder professionell, was vielfarbige, heterogene Programme ermöglicht. Das Ensemble regt vor allem die Beschäftigung mit einer Kunstform an, die von Konzepten, denkerischen Ansätzen, Spielmodellen ausgeht, mit Improvisationen und Ritualen, und sucht diese weniger den Noten als den dahinterstehenden Haltungen verpflichtete Musik auch jungen und jüngsten Komponierenden näher zu bringen. Neben eigentlichen Konzeptwerken etwas des Fluxus, des Scratch, gar des Happenings spielt das Ensemble allerlei Konzeptuelles auch von traditioneller vorgehenden AutorInnen.

An Namen seien hier genannt Antoine Beuger, George Brecht, Earle Brown, Cornelius Cardew, John Cage, Tzie Elgna, Giuseppe Englert, Jürg Frey, Karel Goeyvaerts, Graham Hearn, Hans Joachim Hespos, Klaus Huber, Toshi Ichiyanagi, Dieter Jordi, Marc Kilchenmann, Joseph Kudirka, Pierre Mariétan, Philippe Micol, Roland Moser, Pauline Oliveros, Eduardo Polonio, Henri Pousseur, Erika Radermacher, Rolf Riehm, Frederic Rzewski, Urs Peter Schneider, Martin Sigrist, Howard Skempton, Hugh Shrapnel, Karlheinz Stockhausen, Peter Streiff, Hansjürgen Wäldele, Trevor Wishart, Christian Wolff, La Monte Young, Istvan Zelenka.
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